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Warum Forscher „süße“ Biopharmazeutika herstellen

Der deutsche Chemiker Emil Fischer hat Ende des 19. Jahrhunderts erstmalig die Struktur eines Zuckers - der Glukose (Traubenzucker) - aufgeklärt. 1902 erhielt er in Anerkennung seiner Arbeiten den Nobelpreis für Chemie. Rund ein Jahrhundert später wurde der Begriff Glykobiologie geprägt. Darunter versteht man die Wissenschaft von der Synthese, Struktur und Biologie von Zuckern.

Zucker sind jedoch nicht nur einfach süß, sondern erfüllen vielfältige biologische Funktionen. Traubenzucker ist bekannt als Energiequelle. Zellulose stellt als Ballaststoff einen wichtigen Nahrungsbestandteil dar. Zuckermoleküle sind zudem Bestandteil unserer Gene. „Verzuckerte“ - also mit Zuckerketten ausgestattete - Proteine bezeichnet man auch als Glykoproteine oder glykosylierte Proteine. Entsprechend heißen Fette mit angehefteten Zuckern Glykolipide oder glykosylierte Lipide. Die Zuckerseitenketten der Glykoproteine beeinflussen beispielsweise Faltung und Stabilität der Proteine sowie deren Transport innerhalb der Zelle und ihre funktionale Aktivität.