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Produktion von Biopharmazeutika: Deutschland ist weiterhin Europameister

Bei den Fermenterkapazitäten zur gentechnischen Herstellung von Biopharmazeutika ist Deutschland Europameister und nach den USA Vizeweltmeister[1]. In Europa nimmt Deutschland mit einem Volumen von insgesamt 675.000 Litern weiterhin unangefochten den ersten Platz ein. Weltweit haben nur die USA mit insgesamt knapp 1,2 Millionen Litern mehr Produktionskapazitäten. Derzeit noch weit abgeschlagen folgen die Länder Indien und Japan mit 130.000 bzw. 105.000 Litern.

Gentechnische Herstellung von monoklonalen Antikörpern für die Therapie

Die Produktion von Biopharmazeutika konzentriert sich meist auf einen oder wenige Standorte. Das rührt daher, dass die Herstellungsprozesse komplex sind und in großvolumigen Bioreaktoren ablaufen, die hohe Investitionen erfordern. 97 Prozent der Kapazitäten in Deutschland befinden sich an folgenden drei Firmenstandorten: Roche in Penzberg, Sanofi-Aventis in Frankfurt-Höchst sowie Boehringer Ingelheim in Biberach. Diese Anlagen sind in Deutschland sehr wettbewerbsfähig, da für ihren Betrieb wenig, aber hoch qualifiziertes Personal benötigt wird und die Anlagenbauer in gut erreichbarer Nähe sitzen. Damit ist sichergestellt, dass eine Wartung und Reparatur in kurzer Zeit erfolgt.